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“proletarische Fabrikromantik … Das spritzig zusammengestellte Stück… widersetzt sich herkömmlichen und reflexhaft tradierten Theater-Manieren. Die witzig arrangierte Verballhornung konventionellen Musiktheaters, die in ihrem Scharfsinn jede Existenzberechtigung von Low-Budget-Produktionen bestätigt, ist das Ergebnis künstlerischer Aufopferung und hemmungsloser Kreativität. Vier Opernsänger… singen sich quer durch das arrivierte Opernrepertoire… unterstützt von einer flinken und intuitiv agierenden Pianistin… ganz in der Tradition der Backstage-Persiflage: Ein Stück im Stück, voller Widersprüche und Missverständnisse, dazwischen Arien aus Carmen, Don Carlos und der Zauberflöte. … Charme …der improvisierte und humorvoll gebrochene Umgang mit Theaterklischees (schrullige Komponisten, zickige Sopranistinnen und geldgeile Theaterdirektoren), aus der die Opernrevue ihren trashigen Witz erfährt. … untergräbt Theatergewohnheiten… Opernliebhaber … und solche, die Berührungsängste haben… es ist gelungen, beide Gruppen zu begeistern. Jetzt hat Berlin den künstlerischen Anspruch des Opernprojekts anerkannt und … Stellen genehmigt. Das Geld könnte kaum besser angelegt sein.” (Berliner Zeitung, 19.11.08)
“”Oper für alle” lautet das Motto von canteatro. Das neue Theater, das sich im Oktober 2007 in Lichtenberg niederließ, hat mit konventionellen Opern nichts am Hut. Wer klassische Opernaufführungen nicht so mag, dem bietet canteatro eine Alternative. Etwa jetzt mit der modernen Operncomedy “Aschenputtel oder Rock ´n´ Rossini”. … Vom reinen Gesang verabschiedet sich canteatro und setzt zugunsten der Verständlichkeit Dialoge ein. Musikalisch bietet die Inszenierung ein Konglomerat aus Rap und Arie. Anstelle eines Orchesters begleitet eine Band mit E-Gitarre, Klavier, E-Cello und Schlagzeug die Oper. Die Band kommentiert die Handlung und singt im Chor mit. Und noch verrückter: Der Cellist Christoph Klemke verkörpert die vertrottelte “guteste Fee” (eine Zauberin, die als Superlativ erscheint). … Das Bühnengeschehen im kleinen Theater mit nur 80 Plätzen konzentriert sich auf den Bereich des Wohnzimmers der Aschenputtel-Familie. Kein verkitschtes Schloss, keine goldene Kutsche. Der moderne Prinz kommt im Auto. Eine strikte Trennung von Bühne und Zuschauerraum existiert nicht. Darsteller mischen sich unter das Publikum und Theaterbesucher spielen mit. Wie könnte sonst Aschenputtel die Erbsen sortieren, die Küche putzen und dennoch rechtzeitig zu Hause sein? Lautstark helfen Zuschauer, den dämlichen Diener zum Schweigen zu veranlassen und den Prinzen auf die Spur Aschenputtels zu bringen.” (Kindertipp Berliner Morgenpost , 12.1. 08, köm)
“Neues Leben für graue Gebäude – Das Musiktheater canteatro ist in sein neues Domizil umgezogen. …. Bisher allerdings wirkt alles recht improvisiert – kein Wunder, nahm das kleine Theater doch schon kurz nach dem Umzug seinen Spielbetrieb wieder auf. Die Zuschauer sitzen auf alten Sofas… Das Bühnenbild der Kinderoper “Aschenputtel oder Rock’n'Rossini” ist … einfach: ein Tisch, eine Lampe, alte Stühle. Die Kinder … verfolgen (gespannt) … das witzig inszenierte Märchen um zwei aufgedonnerte Schwestern, ihre arme Stiefschwester und einen eingebildeten Prinzen. Mit dabei: Christoph Klemke als gute Fee, der sich schnell in die Herzen der großen und kleinen Zuschauer spielt. (Neues Deutschland, 17.12.07, von Anouk Meyer)
Canteatro am Ostkreuz – Musiktheater hat neues Domizil in Lichtenberg – …In letzter Minute haben canteatro und etliche andere Medienhaus-Mieter ein neues Domizil gefunden – in Lichtenberg. …canteatro- Leiterin Feline Lang: “Alles wird eine Nummer größer”, freut sie sich. So wird ihr Musiktheater endlich über eine eigene Spielstätte verfügen und damit über einen dichteren Spielplan; bisher spielte das canteatro-Team lediglich einmal im Monat im Elektroclub…. (Neues Deutschland, 27.9.07, von Anouk Meyer)
“Medienhaus steht vor dem Aus. … das ehemalige Bürogebäude …mit Künstlern, Tonstudiobetreibern, Musikern und dem Verein “canteatro”, der dort ungeöhnliche Musiktheaterinszenierungen aufführt… mit Unterstützung von Wirtschaftsstaatssekretärin Almuth Nehring-Venus (PDS) und der Senatorin für Stadtentwicklung Ingeborg Junge-Reyer (SPD)… nächste Premiere, die Kinderoper “Aschenputtel oder Rock´n´Rossini”, die deutsche Fassung von Rossinis “La Cenerentola” …” (Titel Berliner Woche, 25.7.07, von Bernd Wähner)
“Canteatro im Pech… Prominente Unterstützung… Rossinis “La Cenerentola” mit Begleitung durch die canteatro-Rockband… tragische oder auch alberne Geschichten mit zauberhaften Melodien” (Titel Berliner Abendblatt, 25.7. 07, von Britta Wels)
“canteatro zeigt… zum wiederholten Mal…daß Oper nicht immer eine zeitraubende Recherche voraussetzt und soger Spaß machen kann. …immer wieder… Lacher… humorvoller und spielerischer Umgang… deutlicher Akzent auf den Tanz… Wohnzimmeratmosphäre… Da bekommt man Flamenco mal aus nächster Nähe zu sehen – und läßt sich von der Tanzlust des Ensembles anstecken. Und anschließend können mit Sicherheit, obwohl in verschiedenen Sprachen gesungen wird, selbst Opern-Laien die Handlung nacherzählen.” (zitty, 9/2007, von Julia Bauer)
“momentan treten sie und ihre Leute zweimal im Monat im Club “Zentrale Randlage” auf, einem gemütlich mit Sperrholzmöbeln eingerichteten Raum im Erdgeschoss.” (Neues Deutschland: Berlin-Kultur vom 10.03.2007, von Anouk Meyer)
“Das Ensemble “Canteatro” und die Musikschule (…) in Prenzlauer Berg auf der Suche nach einer neuen Heimat. Anfang 2005 fanden sich Musiker zu einem ungewöhnlichen Projekt zusammen. Sie wollten die Oper mit bescheidenen Mitteln einstudieren und einem möglichst breiten Publikum nahe bringen. Seine erste Inszenierung, die im vergangenen Jahr Premiere hatte, nannte das Musiktheaterensemble “Canteatro” schlicht “Ay!Carmen”. Im Sommer folgte dann die zweite Inszenierung “La Pericola”. Die beiden Inszenierungen sind inzwischen große Erfolge. Aufgeführt werden sie im Clubsaal des Medienhauses am Senefelder Platz.” (Berliner Woche, 21.02.2007, von Bernd Wähner)
“Besonders gefreut hat sich Feline Lang, als zwei 16 jährige Clubbesucher ganz erstaunt einräumten, “Oper könne durchaus gut klingen”". (RBB Kulturradio, Kultur Aktuell, 19.02.2007, 16:45 Uhr, ein Beitrag von Volker Michael)
“Manchen gilt die Oper heute als verstaubt und unzeitgemäß. Daß gerade im Szenebezirk diese Art des Musiktheaters zu sehen ist, mag daher ungewöhnlich erscheinen. Aber (…) canteatro zeigt (…), dass es geht. (…) ein Abend voller Flamenco-Flair. (…) Auch für Opernneulinge bietet die Inszenierung alles, was auch ein Hollywoodfilm zu bieten hat: große Emotionen, jede Menge Action und spektakuläre Choreographien. Für Qualität garantieren die fünf Opernsänger des Ensembles (…) besonders intensiv. (…) versucht Feline Lang, sich von der statischen klassischen Oper wegzubewegen. (…) dominiert in “Ay!Carmen” das Gefühl des Flamenco.” (Titel Berliner Woche, 01.03. 2006, von Bernd Wähner)
“Theaterkunst im Zellentrakt. ……das Medienhaus am Senefelderplatz… will jetzt auch das Polizeigebäude direkt gegenüber zum Kulturhaus für kreative Künstler machen … Künstler aus allen Richtungen sollen dort unter einem Dach arbeiten… “All das kann so bleiben”, sagt Feline Lang von der Theatergruppe canteatro…. Es stehe nur nicht fest, wann die Jüdische Gemeinde das Gebäude erhalten werde.” (Berliner Zeitung, 6.2. 2006, von Stefan Strauss)
Unveröffentlichte Kritiken und Publikumsreaktionen per Mail
“ein vergnüglicher Abend… in der witzig-fantasiereichen Regie… . Sowohl die Einzelleistungen der Solisten wie auch die des Ensembles in hinreißend komischen Szenen bescherten dieser Premiere einen nachhaltigen Eindruck. … instrumental geschickt …in südamerikanischen Salsastil reduziert… zündende Melodien, die vom Ensemble mit sichtlicher Freude und viel Schwung dargeboten wurden. … Hauptdarstellerin Feline Lang, brillant zwischen Tragikkomik und Albernheit schwankend… Canteatro, eine Spielstätte, die man sich merken sollte.” (Prof. Reinhard Langnickel für Neue Musikzeitung, Nov. 2006)
“Das künstlerische Potential von Canteatro … liegt in der künstlerischen Ausbildung, den vielseitigen Erfahrungen und dem Enthusiasmus seiner Künstler. … Das Bühnenbild, in dem der Besucher sitzt, hat alles was es braucht, eine kurze tropische Morgendämmerung, einen schimpfenden Wirt, Tropenpflanzen und allerlei Getier. … mit kräftiger und gefühlvoller Stimme… die stark gespielt wird. …Der Typ Pianist, der, wenn es an der Bar schon hoch hergeht, noch verträumt und absolut stilsicher seine Tasten streichelt… der mit der Trompete, mit der er zusammenlebt, einfach zu Salsa und der mittelamerikanischen Straße und Kneipe dazugehört…. fantastische, begeisternde Künstler!” (Götz Höhne für Berliner Morgenpost, Oktober 2006)
“Hab mich schlappgelacht” (Katharina Stahlenbrecher, Oktober 2006)
“Danke für die wundervolle Vorstellung… Spektakel!” (Lucie Ahner, Oktober 2006)
“Es war eine wunderbare Vorstellung gestern! Vielen Dank! Echt Offenbach und doch etwas anderes – besonders!” (Andreas Wölfel, Oktober 2006)
“Ich bin der Überzeugung, daß den “kleinen Opern” gerade in Bezirken wie Prenzlauer Berg eine eigene und wichtige Zukunft gehört. Die Frage ist tatsächlich, wie nicht nur die Bezirke davon profitieren, sondern auch die Opern davon leben können. Mit Ihrem modernen, jungen und experimentellen Stil haben Sie mich mit Ihrer Carmen überzeugt. Die Vorankündigungen sehen auch gut aus!” (Susanna Beerheide, Oktober 2006)
“Vielen Dank für dieses wundervolle Moment voller Charme und Authentizität… bravo!” (Camille Hongler, Juni 2006)
“bin total begeistert!! Wenn ich in Berlin bin, komme ich wieder.” (F.Roose, März 2006)
“Ich finde die ganze Inszenierung sehr stimmig und spannend. Habe das Gefühl, die Beteiligten agieren ehrlich, pur und ohne Klischees. Besonders Carmen ist sehr glaubwürdig. Sie ist sehr intensiv und schillernd. Sie ist LEBENDIG und ich finde, das will viel heißen auf einer Opernbühne. Ich mag die Improvisationen und das Tanzen und den Gesang, der immer wieder übergeht in archaisches, sehr berührendes- über Operngesang hinausgehendes ich weiß nicht was. Also, ich gratuliere und bezeuge meine allergrößte Hochachtung vor Eurem Mut, Geschmack und Stilsicherheit …” (Monika Reidenbach, Oktober 2005)